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Erstaunlicherweise gibt es ganz typische Fehler, die auch alten Hasen beim Kundenbesuch im Verkaufsgespräch immer wieder unterlaufen. Meist stelle ich beim Begleiten der Verkäufer im Face-to-Face-Gespräch in den ersten Sekunden fest, dass der Funke tatsächlich nicht überspringt - und mir ist auch klar warum. Denn schon bei der Begrüßung machen viele Verkäufer einen entscheidenden Fehler: Sie gehen freundlich auf den Kunden zu, reichen ihm dynamisch die Hand, sprechen ihn mit geschulter Stimme und festem Blick an, wechseln zum Warming-up ein paar freundliÂche Worte - und versinken dann in ihren Verkaufsunterlagen, die sie aus irgendwelchen Mappen oder Taschen hervor kraÂmen. 3. Vorführen statt vorfuchteln! Ein ganz typischer Begeisterungskiller lauert beim Umgang mit Mustern, Modellen, Produktbeispielen, Warenproben oder VorÂführgeräten. Ich erlebe es immer wieder, dass spätestens nun die Bewegungen des Verkäufers hektisch und zu schnell werÂden, und der Kunde seinen Ausführungen nur schwer folgen kann. Einmal abgesehen davon, ist es auch ziemlich unangeÂnehm, wenn das Gegenüber plötzlich mit Stiften, TeppichmusÂtern oder Heimwerkergeräten herumfuchtelt, ohne dem andeÂren die Chance zu geben, diese Dinge erst einmal in aller Ruhe zu betrachten. Oft geht mit dieser Unruhe in der Bewegung auch eine schnellere und aufgeregte Sprache einher, die zu eiÂner noch stärkeren Verunsicherung des Käufers führt. Denn er inÂterpretiert den unprofessionellen Umgang mit den gezeigten Produkten natürlich dahin gehend, dass die Ware nicht einfach zu bedienen oder schlichtweg schlecht ist. Zu einem KaufabÂschluss kommt es in diesen Fällen nur sehr selten.  4. Vorsicht - nicht zu nahe kommen! Wissenschaftler haben schon vor langem festgestellt, dass jeder Mensch einen "persönlichen Raum" besitzt, der etwa einen RaÂdius von 70 Zentimetern um ihn herum ausmacht. Halten wir und der Gesprächspartner diesen Sicherheitsabstand ein, können wir ein Gespräch genießen; betritt jedoch jemand unerwünscht diesen Raum, fühlen wir uns unbewusst bedroht oder sogar körÂperlich belästigt - und treten meist einen Schritt zurück. Warum das so ist, wurde in zahlreichen Studien untersucht und hat vielÂfältige Gründe. Ein Faktor ist sicherlich die Funktionsfähigkeit der Augen: Bei einem dreiviertel Meter Abstand sind wir noch in der Lage, den Gesprächspartner in voller Größe zu erkennen, ohne mit den Augen zu wandern. Kommt er uns näher, haben wir ihn nicht mehr vollständig im Blick und fühlen uns verunsichert. Zu große körperliche Nähe hat - sieht man einmal von Familie, Freundschaft oder Liebe ab - immer etwas Bedrohliches. Wer einem auf die Pelle rückt, fordert oder will etwas - und zwar etÂwas, was man selbst so nicht will! Man weicht zurück, nimmt eine ablehnende Haltung ein und beschließt instinktiv, mit dieÂsem Menschen nur unwillig oder gar nicht zu kommunizieren. Für ein Verkaufsgespräch ist das natürlich fatal, und trotzdem beoÂbachte ich dieses Verkäuferverhalten immer wieder. Ganz gleich, ob im Einzelhandel oder im Verkaufsaußendienst - viele Verkäufer scheinen den persönlichen Raum des Kunden nicht zu kennen oder nicht akzeptieren zu wollen. Dabei ist es ganz einfach, auch wenn Sie nicht genau wissen, wie viel Abstand 70 Zentimeter ausmachen: Strecken Sie einfach Ihren Arm nach vorne aus (oder stellen Sie sich vor, es zu tun); wenn Sie dann das Gegenüber gerade noch nicht berühren, sind Sie auf der sicheren Seite. Autor Sascha Bartnitzki IPT® Innovatives Personaltraining, Tel.: 0721/9892590, Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , InterÂnet: http://www.innovatives-personaltraining.de (Quelle: Redaktion Marktplatz-Mittelstand [www.marktplatz-mittelstand.de] Ausgabe 22 / 2008)  |